Letzter Einsatz:  74/19 - 19.11.2019 - 15:49 - FEUER 1 - Mielenforster Kirchweg  -  Kabelbrand

Chronik

1900 - 1918

 1919 - 1945

 1946 - 1999

2000 - 2010

 Gründung und
1. Weltkrieg

 Weimarer Republik
und 2. Weltkrieg

Neubeginn und Aufbruch

Im neuen Jahrtausend

 

Nach dem 1. Januar 1944 enden die Eintragungen im Protokollbuch.
Erst ab dem 23.02.1946 ist wieder die 1. Niederschrift zu verzeichnen.
Nach Anordnung der Militärregierung von Köln soll der Dienstbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Freiwilligen Feuerwehren sollen neu aufgestellt werden und eine einheitliche Ausbildung bekommen.

Durch Kriegseinwirkungen ( Plünderungen etc. ) waren die Ausrüstungsgegenstände abhanden gekommen. Als Erstaustattung erhielt unsere Wehr 1 Kraftspritze ( TSH ) mit dem nötigen Zubehör. Prekärer war die Bekleidungsfrage.
Bei der damaligen Fa. Radium / Hatzfeldstraße konnten Gummistiefel gekauft werden. 1947 bekamen die Kameraden dann 10 Hosen und 5 Blusen zugeteilt.

Ab 1949 ist jedes Mitglied gegen Unfall im Einsatz versichert. Die Schulungsabende werden zusammen mit dem Löschzug Strunden abgehalten.

Ab 1950 übernimmt BM Bosbach die Wehr. OBM Jean Gatz tritt aus Altersgründen zurück. Für seine langjährige Tätigkeit wird er von dem damaligen Branddirektor Dipl. ing. Hans zum "Ehrenbrandmeister" ernannt.

BM Bosbach dankte am 07.01.1956 ab und BM Bauer stellt sich als neuer Löschgruppenführer zur Verfügung.

Im Januar 1960 wird die Wehr mit einem Kraftlöschfahrzeug ( KLF ), einem VW -Tragkraftspritzenfahrzeug ausgerüstet. Damit waren jetzt auch Einsätze im gesamten Großraum Köln möglich.

Am 03.03.1962 wird der Steigerturm wegen Baufälligkeit abgerissen.
Im gleichen Jahr wird eine Sirene auf dem Haus Bergisch-Gladbacher-Str. 1006 installiert. Probealarm ist jeden Samstag 12.00 Uhr.

Am 04.09.1962 gibt BM Bauer aus gesundheitlichen Gründen die Führung an OBM Kruft, einen Ur-Enkel des Mitbegründers der Wehr, weiter. BM Bauer wird 1969 zum Ehrenbrandmeister ernannt.

Während der Dienstzeit von OBM Kruft wird 1972/73 das Feuerwehrgerätehaus erweitert um Platz für ein LF 8 zu schaffen, das am 06.10.1973 übergeben wird. Im Rahmen des ZS ( Ziviler Bevölkerungsschutz ) kann die Löschgruppe Dellbrück im November 1974 noch zwei TLF 8 ( Unimoc - Tanklöschfahrzeuge ) "in Besitz" nehmen, die aus Platzmangel allerdings in der Katastrophenschutz - Unterkunft in Strunden stationiert sind.

Veranstaltungshöhepunkte waren die Ausrichtung des Stadtfeuerwehrtages in den Jahren 1960, 1970 und 1975 zusammen mit unserer Nachbarwehr "Strunden".
Auf dem Stadtfeuerwehrtag am 05.07.1975 trat OBM Kruft aus persönlichen Gründen vom aktiven Dienst zurück und übergab die Leitung der Wehr HBM K.-H. Erbertz.

Da die Kölner Bevölkerung immer mehr gegen die Lärmbelästigung bei der Sirenenalamierung der Feuerwehr protestierte, rüstete man auch die Dellbrücker Wehr 1979 mit tragbaren Funkmeldeempfängern ( stille Alamierung ) aus.

Zur Pflege der Kameradschaft wird seit 1975 jährlich eine mindestens 3 - tägige "Herrentour" organisiert, die Bustour mit "Damen" hat seit ca. 1938 Tradition.
1976 wurde erstmals in der Geschichte der Wehr für die Dellbrücker Bürger ein "Tag der offenen Tür" auf dem Schulhof der Schule Urnenstraße 7 abgehalten, der seitdem, mit wenigen Ausnahmen, jährlich wiederholt wird.

1984 haben die beiden TLF 8 ausgedient, als Ersatz wird ein LF 16 TS der Wehr überlassen, das 1995 aus finanziellen Gründen nicht mehr repariert werden kann und deshalb vom Bund eingezogen wird.
1987 wird das Feuerwehrgerätehaus in seiner jetzigen Form umgebaut und 1989 konnten wir ein LF 16 in Empfang nehmen. Das LF 8 wird an den "Fernmeldezug" weitergegeben.

Seit 1989 wird alljährlich um den St. Florianstag eine Messe für die lebenden und verstorbenen Angehörigen der Löschgruppe - Dellbrück gelesen.
Der Kirchgang ist für die gesamte Gruppe "Ehrensache"!

1990 ist das Gründungsjahr der Jugendfeuerwehr Strunden. Die Ausbildung der Jugendlichen zwischen 10 - 17 Jahren wird seitens der Dellbrücker Wehr von den Kameraden BM v.d. Berg und OFM Gerhard tatkräftig unterstützt.

In der Vergangenheit sind im Schnitt 32 Einsätze pro Jahr im gesamten Stadtgebiet Köln gefahren worden. Lehrgänge werden bei der Feuerwehrschule - Köln und bei dem IDF ( Institut der Feuerwehr in Münster/Westfalen ) abgehalten. Im Gerätehaus, Urnenstraße 7, wird 14 tägig Freitags ab 19.00 Uhr von den Ausbildern der Löschgruppe Dellbrück Schulungs - und Übungsdienst für die Kameraden abgehalten.

Im August stellt HBM Erbertz aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung.
Als Stellvertreter in seiner Amtszeit hatte HBM Erbertz die Kameraden BM Heinz Odenthal ( 1975 - 1980 ), OBM Rolf Stöcker ( 1980 - 1994 ), HBM Jürgen Funk und UBM Bernd Fischer ( 1994 - 1995 ), UBM Hans Schiefer und OBM Manfred Meyer ( 1996 - 2000 ) an seiner Seite.
Der neue Löschgruppenführer der Löschgruppe - Dellbrück wird auf einer Versammlung von den Feuerwehrangehörigen mit Stimmenmehrheit gewählt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr von Einst kann man mit der von Heute mit Sicherheit nicht vergleichen. Ehemals standen Kameradschaftsgeist und der Wille dem Nächsten mit oft einfachsten Hilfsmitteln in der Not beizustehen im Vordergrund. Heute ist neben dem humanitären Denken der Kameraden "high - tech" und ein fundiertes Wissen im Feuerwehrwesen unbedingt Voraussetzung um eine professionelle Hilfe in Notsituationen zu gewährleisten.

Die Löschgruppe Dellbrück besteht zur Zeit aus 23 aktiven, ehrenamtlichen Helfern, die in dieser Richtung gut geschult sind, sowie 3 Kameraden in der Alters - und Ehrenabteilung. Unser Wahlspruch heißt wie vor 100 Jahren
"Gott zur Ehr`, dem Nächsten zur Wehr"!
Zum Wohl unserer Bürger"!
3/2000
Hauptbrandmeister
Karl - Heinz Erbertz

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