Letzter Einsatz:  74/19 - 19.11.2019 - 15:49 - FEUER 1 - Mielenforster Kirchweg  -  Kabelbrand

Chronik

1900 - 1918

 1919 - 1945

 1946 - 1999

2000 - 2010

 Gründung und
1. Weltkrieg

 Weimarer Republik
und 2. Weltkrieg

Neubeginn und Aufbruch

Im neuen Jahrtausend

 

Ab 1924 betreute die Berufsfeuerwehr verstärkt die Freiwilligen Feuerwehren.
Schulungen, die dort besucht werden konnten, mußten allerdings bezahlt werden. Das Gleiche galt für Lehrgänge, die auf der für Köln zuständigen Feuerwehrschule in Koblenz stattfanden.

Wegen des großen Einzugsbereiches von Köln - Dellbrück hielt man es 1924 für nötig im "Ortsteil Strunden" einen Aussenposten unter dem Namen "Freiwillige Feuerwehr Dellbrück - Löschzug II Strunden" zu gründen. Als 1. Brandmeister fungierte aber bis 1926 Feuerwehrhauptmann Kremer von dem Löschzug I - Dellbrück. Ab 1929 wird dann aus dem "Halb-Löschzug-Strunden" ein eigenständiger Löschzug, die heutige Löschgruppe Strunden.

1930 bestand der Stadtfeuerwehrverband Köln e.V. aus 19 Wehren ( davon je 1 Werksfeuerwehr der Fa. Humboldt/Kalk und Motorenfabrik - Deutz ) mit insgesamt 672 Mitgliedern.
Unter der fachlichen Leitung des Roten Kreuz Köln - Dellbrück richtete die Wehr am 01.04.1930 eine Sanitätskolonne ein (die Abschlußprüfung fand am 04.05.1930 statt).
Im Jahr 1931 gründeten die Feuerwehrmänner einen Gesangverein.
Leider löste man die Feuerwehrkapelle - Dellbrück im Dezember 1933 auf.
Grund: "Da die Mitglieder der Kapelle trotz aller Verwarnungen immer wieder die Uniformvorschrift verletzt haben".

Ab 1934 war das Wort "Monatsversammlung" in den Protokollen nicht mehr gestattet. Man mußte es in "Schulungsabend" umbenennen, da Versammlungen von der Polizei genehmigt werden mußten und nur unter Aufsicht der "Ortsleitung der NSDAP" abgehalten werden durften. Außerdem sollten verstärkt Mitglieder über 35 Jahre geworben werden, "damit die jüngeren Leute sich besser dem SA - Dienst widmen können".

1935 verstarb unerwartet OBM Kremer. Die Wehr wurde daraufhin von OBM Jean Gatz übernommen. Zum Gedenken an unsere Verstorbenen Kameraden wird seit 1936 alljährlich auf Allerheiligen von der Wehr ein Kranz auf dem Dellbrücker Friedhof niedergelegt.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde nun immer stärker von der Partei gelenkt. Ab 1936 vereidigt man die Anwärter bei der Aufnahme in die Wehr. Aufgenommen werden durfte nur noch, wer arischer Abstammung war.
Am 23.11.1938 wird das Reichsfeuerlöschgesetz erlassen und alle Vereine aufgelöst. Die Feuerwehrmänner werden in eine "Hilfspolizeitruppe" zusammengefaßt und in eine Feuerschutz- bzw. Löschpolizei umrekrutiert. Es gab einen Erlaß, daß bei einem Luftangriff der Löschzug zur Verstärkung der "Luftschutzpolizei" zur Verfügung stehen mußte. Dadurch forderte man die Feuerwehrangehörigen in immer stärkerem Maße. So waren einmal nach einem Bombenangriff in einer Nacht 52 Einsätze in Dellbrück zu verzeichnen. Im weiteren Verlauf des Krieges war ein Teil der Kameraden dann kaserniert.

Am 01.10.1939 wird "Haupttruppmann" Heppekausen vom Kreisverband mit der vorläufigen Leitung des Löschzuges beauftragt. Als Wehrführer wurde OBM Gatz ab 1942 im Rang eines "Obertruppführers" geführt.

Ab 1940 wurden die "Schulungsabende" unregelmäßig abgehalten. Viele Kameraden waren bereits an der Front, ein Teil davon schon gefallen oder vermißt. Ein geregelter Dienst konnte wegen "besondere Umstände" nicht mehr durchgeführt werden. Aus dem Jahresbericht von 1943 geht hervor, daß jetzt 16 Kameraden eingeschriebenes Mitglied im Kameradschaftsbund der "Deutschen Polizei" sind.

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